Pfingstörn 2012 - Wan Sui meets Törn Team

2012-06-02 19:17 von Frank Rutzen

Eine bunt gemische Crew macht sich am 26.5. auf nach Heiligenhafen. Eine Bavaria 38 H soll uns die nächste Woche als Wohnmobil zu Wasser dienen.

Die Übernahme unseres Schiffes erweist sich als etwas zeitaufwendiger als erwartet, springt die Maschine nur beim ersten Test gut an. Flugs ist die Starterbatterie getauscht und der Diodenanschluss korrigiert. Das hätte eigentlich nie funktionieren können....

Nach dem Verstauen unserer Habe, laufen wir noch zu einem kleinen Probleschlag aus, üben ein paar Manöver mit "dem Freiwilligen".

Heiligenhafen-Bagenkop (35sm)

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Bei 3 Bft aus Ost machen wir uns um 09:40 BZ auf den Weg. Der Wind schickt uns nach Bagenkop. Für unsere Drachenbootfahrer sind das 35 sm zum erfolgreichen Üben mit dem ungewohnten Gefährt. Unser Drachenboot ist zwar auch über 12m lang, aber so ein schwimmendes Wohnmobil mit 4 m Breite fühlt sich eben doch anders an. Am Nachmittag macht der Wind dann Pause und unsere Maschine muß ran. Klaglos springt sie an und wir motoren noch eine Stunde. Gegen 18:00 BZ liegen wir dann fest in der ersten Reihe.

Bagenkop - Soby (50sm)

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Der Wind hat um 180° auf WEST gedreht und drückt uns gegen die Kaimauer. Gestärkt mit einem großartigen Frühstück machen wir uns bereit. Mit ein wenig Leinenarbeit legen wir um 10:00 BZ ab und setzen Segel im Vorhafen. Nach einem Schlag nach Süden ändern wir unseren Kurs nach NW. Schnell wird klar - Soby wird unser Ziel für heute. Wir segeln bis kurz vor die Mole und lernen einen neuen Hafen kennen. Nach einem geschmeidigen Anleger und ausbringen der E-Spring gönnt sich die Crew einen weiteren Anleger.

Soby - Bagenkop (37sm)

Wieder überrascht uns der Wind. Bei bestehender Starkwindwarnung verzögern wir unseren Aufbruch bis 12:00 BZ. Der Wind dreht über Nord. So können wir im Hafen ganz bequem das Groß reffen. Mit Erreichen der Nordspitze von Æro hat der Wind auf NE gedreht und es beginnt eine rasante Fahrt, die uns zurück nach Bagenkop bringt. Nach ein paar "Hafenrunden" sind wir um 18:33 BZ fest. Der Hafen ist leer. Es ist eben mitten in der Woche.

Unsere zwei Verpflegungsoffiziere zaubern wieder ein lecker Essen.

Bagenkop - Burgtiefe (49sm)

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Wie üblich hat der Wind über Nacht wieder fast 180° gedreht und drückt uns mit 5 Bft aus West in die Box. Trotz ungewohnt kleinem Gerät kommt unser Co gut aus der Box und wir sind wieder auf dem Weg.

Der Himmel bedeckt sich zunehmend, aber auch heute spannt die UV strapazierte Haut doch erheblich. Gegen 12:30 BZ, nach dem passieren des Kiel-Ostsee-Weges, probieren wir einen Beilieger und trinken unseren Mittagskaffee.

Gegen 16:00 BZ haben wir die Fehmarnsundbrücke erreicht und wenig später legt uns SK sicher in eine Box an Steg 1 in Burgtiefe.

Burgtiefe - Orth (18 sm)

Der Wind kommt immer noch aus W. Wir setzen Segel auf dem Weg zum Hauptfahrwasser und segeln unseren vorletzten Tag. Es sind starke Winde aus West angesagt und wir entschliessen uns, bereits heute durch die Brücke zu gehen und Orth anzulaufen. Den Versuch durch die Brücke zu kreuzen unterbrechen wir kurzzeitig und helfen etwas mit dem Jockel nach. SK kreuzt sich die Seele aus dem Leib und so liegen wir bereits am frühen Nachmittag fest in Orth.

Orth - Heiligenhafen (9sm)

Es hat extrem aufgefrischt und der Wind pfeift uns aus WNW um die Ohren. Die Stimmung im Hafen ist etwas angespannt. So gehen Gerüchte um, einzelne Teilnehmer anderer Crews seien ausgestiegen. Wir überlegen uns, wie wir aus der Box rauskommen, ohne auf die Mole getrieben zu werden. Wie jeder der heutigen Ableger in Orth wird auch unser Manöver von vielen kritischen Augen beobachtet und kommentiert. Mit unser langen Vorleine kommen wir gut raus und der Wind drückt den Bug gleich in Richtung Molenkopf. Auf geht's!

Mit passieren der Molenköpfe drückt der Wind stärker und wir müssen kräftig vorhalten. SK ist unser Peilbeauftragter, damit wir in der Rinne bleiben. Noch in Landabdeckung setzen wir die GN 1/3 und halten Kurs Süd. Bei 2 m Welle macht es Richtig Spaß. Dicht bei T2 klemmt die Klemme der Reffleine nicht mehr richtig und unsere Genua ist kurze Zeit später zu 100% gesetzt. Die Reffleine ist zu kurz und kaum zu greifen, aber mit dem Bug im Wind und vereinter Kraft können wir das Vorsegel wieder auf 50% reffen. Wir setzen Kurs auf Heiligenhafen 1.

Mit erreichen von Heiligenhafen 1 starten wir unsere Maschine und bergen unser Vorsegel. Nur noch ein paar Umdrehungen und Zang - da war das Vorsegel wieder ausgerollt, die Rollreffanlage beschädigt!

CB und SK kämpfen tapfer, um die Genua an Deck zu ziehen und sind ein gutes Beispiel für die vielen Prüflinge um uns herum.

Jetzt nur noch tanken, abgeben und eine spannende Segelwoche ist vorbei.

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